Schülerinnen und Schüler tüfteln an den Technologien von morgen

„Ich habe einen smarten Mülleimer konstruiert“, berichtet Maya aus der 10c. „Der leuchtet bei Überfüllung rot und wird dann direkt geleert. So kann man Umweltverschmutzung vermeiden.“ „Meine Gruppe hat einen Fahrradständer konstruiert, der mit einem QR-Code und einer Lichtschranke ausgestattet ist. Wenn das Rad geklaut wird oder zu lange an seinem Platz steht, bekommt man direkt eine Nachricht auf das Handy“, ihre Klassenkameradin Yuna vom St.-Pius-Gymnasium.

Solche und ähnliche Umwelt-Messstationen haben die Schülerinnen und Schüler aller drei zehnten Klassen im Rahmen der „MINT-Tage“ am St.-Pius-Gymnasium unter Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Geoinformatik der Uni Münster sowie des Startups „openSenseLab“ ausgetüftelt. „Dabei geht es um Fragen, mit welchen Ideen und smarten Technologien man das Leben in der Stadt konkret verbessern kann“, erklärt Thomas Bartoschek vom Institut für Geoinformatik, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen die Pius-Schüler betreut hat. „Dazu werden mit Sensoren bestimmte Daten und Umweltphänomene erfasst und ins Internet übertragen.“ Aufgrund der Daten können dann Anlagen gesteuert werden: Ampelsteuerungen, die für einen effizienteren Verkehrsfluss sorgen, Straßenbeleuchtung, die nur anspringt, wenn auch jemand unterwegs ist, Sensoren, die die Menschen warnen, wenn im Sommer die UV-Belastung zu hoch wird… Bartoscheck: „Es geht immer auch um den Aspekt der Nachhaltigkeit und Lösungen mithilfe von Technologie.“ Das eigenständige Tüfteln ermöglichen so genannte „Sense Boxen“, die von den Schülerinnen und Schülern für unterschiedliche Zwecke eingesetzt und programmiert werden können.


Quasi nebenbei ist das vom zdi-Netzwerk des Kreises Coesfeld geförderte Projekt auch noch eine Studienorientierungsmaßnahme, in der die Zehntklässler sich im Bereich Technik ausprobieren können. Und das kommt gut an bei den Jugendlichen: „Mir hat das Projekt gut gefallen, sagt Anna, die ebenfalls die 10c besucht. „So konnte man einen Einblick in Themen und Möglichkeiten bekommen, den man bislang nicht hatte.“ Am Ende gab‘s für alle Teilnehmer und ihre spannenden Projekte sogar noch eine Urkunde.