Um mehr über die Verfolgung von Menschen mit Behinderung zu erfahren, machte sich der Kurs am 18.11.2025 auf den Weg nach Münster. Dort führte Herr Bonz, Professor für Kulturpädagogik an der Katholischen Hochschule in Münster, in das Thema ein und vermittelte durch unterschiedliche Methoden Kenntnisse über die systematische Ermordung sowie das Leiden, das die Menschen mit Behinderungen damals erfahren hatten. Die intensive Beschäftigung hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern großen Eindruck. „Es ist sehr bedrückend zu erfahren, wie eiskalt die Nazis diese Menschen ermordet haben und wie wenig ein Menschenleben damals zählte“, so die Schülerin Franziska. „Es hat sich wirklich gelohnt, an diesem Workshop teilzunehmen. Es war auch spannend, sich auf kreative Art und Weise mit der Thematik auseinanderzusetzen“, schätzt der Projektkursteilnehmer David ein.
Es war bereits die zweite Exkursion des Kurses nach Münster. Beim ersten Mal ging es in das Landesarchiv, wo die Schülerinnen und Schüler eigenständig Quellen zu ihrem Thema suchen und diese sichten konnten. Die nächsten Exkursionen sind auch schon geplant: Im Januar fährt der Kurs in die Gedenkstätte Steinwache in Dortmund, ein ehemaliges Polizeigefängnis, wo in der Nazizeit Menschen gedemütigt, gefoltert und ermordet wurden, und im April werden die Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte KZ-Esterwegen in der Nähe von Papenburg besuchen.
Möglich sind diese zahlreichen Fahrten auch durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Pius-Fördervereins, der dankenswerterweise einen großen Teil der Reisekosten bezuschusst.

