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projektkurs14-15

Ein Schuljahr lang beschäftigten sich 22 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 (Q1) mit dem Schicksal der Lüdinghausener Jüdin Hildegard Strauß , die sich nach ihrer Inhaftierung 1938 im Coesfelder Gefängnis das Leben nahm.

Im Rahmen des zusätzlich gewählten Projektkurses begaben sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Geschichtslehrern Bernd Ostendorf und Viktoria Baumeister auf Spurensuche ins Stadtarchiv in Coesfeld und Lüdinghausen, Stadtmuseum, auf den jüdischen Friedhof. So wurde der Nationalsozialismus zu persönlich erlebten Geschichten der Hildegard Strauß und ihrer Familie hier in Coesfeld. Auch als einen weiteren Beitrag gegen das Vergessen präsentieren die Schüler ihre Forschungsergebnisse in den kommenden Wochen im Foyer der Pius Aula am Gerlever Weg.

 

Pius-Projektkurs erforscht das Leben einer jüdischen Familie

von Ina Lembeck

veröffentlicht in Streiflichter, 03. Juni 2015.

Coesfeld. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Der Klassenraum ist voll von Papier, Schüler sind in Akten vertieft, gestalten Poster und Flyer und diskutieren über Getränke- oder Snackangebote. Der letzte Feinschliff ist fast getan: Die 22 Schülerinnen und Schüler des Projektkurses der Q1 (Jahrgangsstufe 11) befinden sich auf der Zielgeraden für die Ausstellung ihrer schuljahrumfassenden Arbeit. Ziel dieses freiwilligen Kurses ist es, das Leben der Jüdin Hildegard Strauß und ihrer Familie zu Zeiten des Holocaust zu rekonstruieren.

Der lokale Bezug machte das Schicksal dieser Familie für die Schülerinnen und Schüler des St.-Pius-Gymnasiums noch interessanter: Die aus Lüdinghausen stammende Hildegard Strauß wählte nach ihrer Inhaftierung im Coesfelder Gefängnis den Freitod in ihrer Zelle.

„Geschichte ist für mich genauso wichtig wie die Zukunft. Außerdem haben mich das freie Arbeiten und die Ausflüge zu historischen Orten angesprochen", erklärt Marina Velken ihre Wahl des Projektkurses. „Der Kurs schafft einen Ort, Geschichte wirklich zu erfahren. Außerdem ist die Möglichkeit gegeben, selbständig etwas zu erarbeiten", sagt Schulleiter Dr. Norbert Just. Selbstständiges Arbeiten – darin unterscheidet sich der Projektkurs zu den üblichen Schulfächern. Lehrerin Viktoria Baumeister, die den Kurs zum Halbjahr übernommen hat, ist begeistert: „Das war mal eine andere Art des Unterrichts für die Schüler und mich, bei der aber immer eine konstruktive und angenehme Arbeitsatmosphäre herrschte."
Inhalt der Ausstellung dieses tragischen Schicksals ist das Leben von Hildegard Strauß und ihrer Familie vor ihrem Tod und das der Hinterbliebenen nach ihrem Selbstmord 1938. Als Hintergrundinformationen haben die Schüler zusätzlich Ereignisse des Holocaust in Coesfeld und Folgen für die jüdischen Bewohner erforscht und dargestellt. Dafür gab es einiges zu tun: Stapel von Akten mussten gelesen, viele Telefongespräche geführt und die abschließende Ausstellung musste geplant werden. Dieser Weg führte die Schülerinnen und Schüler zum Besuch von Stadtmuseum und jüdischem Friedhof in Lüdinghausen und Coesfeld und schließlich sogar zum ehemaligen Wohnhaus der Familie Strauß selbst. „Am besten war es, an den Orten zu stehen, an denen die Person wirklich gewesen ist", sagt Michel Kuttenkeuler.
Für interessierte Besucher ist die Ausstellung über die jüdische Familie im Foyer der Aula des St.-Pius-Gymnasiums in Coesfeld, Gerlever Weg 5, am kommenden Mittwoch, 10. Juni, ab 18 Uhr geöffnet. Die Schüler werden ab 18.15 Uhr eine kurze Ansprache halten und stehen im Anschluss für alle Besucher zum offenen Gespräch bereit. Für das leibliche Wohl ist mit verschiedenen Snacks und dem Verkauf von nichtalkoholischen Getränken gesorgt.